10 Tipps für Welpenkäufer

Bevor Sie sich entscheiden einen Welpen zu kaufen, sollten Sie sich ausreichend Zeit nehmen, Ihren Wunsch genau zu prüfen. Ein Hund begleitet Sie im Idealfall weit über zehn Jahre. Kann ich dem Hund, mit seinen rassespezifischen Eigenschaften,  während dieser Zeit gerecht werden (tägl. Spazierengehen, Füttern, Pflege, Tierarztbesuche, Erziehung, Spielen usw.)? Wenn Sie sich für den Kauf eines Welpen entschieden haben, haben wir folgende Tipps für Sie:

Welpen sind keine Ware (Logo)
  1. Der Besuch von mehreren Züchtern ist empfehlenswert, vergleichen Sie diese miteinander. So können Sie sich als neuer Welpenbesitzer einen objektiven Eindruck verschaffen und die für Sie richtige Entscheidung treffen.
  2. Kaufen Sie nicht, wenn Sie ein ungutes Gefühl haben. Ein seriöser Züchter wird Ihnen auch nicht böse sein, wenn Sie sich nicht für einen seiner Hunde entscheiden sollten. Uns als Züchtern ist es sehr wichtig, dass Sie von der Wahl Ihres Welpens überzeugt sind. Nur dann kann das neue Mensch-Hund-Team funktionieren. Wenn Sie nach Besichtigung von Welpen der Meinung sind, dass keiner der Welpen zu Ihnen passt, lassen Sie sich nicht zu einem Kauf überreden. Denn: Nach Hause fahren müssen Sie sowieso! Verbuchen Sie die Fahrt dann lieber als Ausflug und neue Erfahrung, als einen Welpen gekauft zu haben, den Sie nicht wollten. Das Verhältnis steht dann sowieso unter einem sehr ungüstigen Stern und Sie und der Hund werden wohl kaum miteinander glücklich werden.
  3. Nehmen Sie sich Zeit, wenn Sie einen Züchter besuchen. Beobachten Sie, ob das Verhältnis zwischen Mutterhündin, Welpen und vertrauten Menschen (hier: Züchter) intakt ist (freut sich die Mutterhündin auf ihre Menschen, ebenso die Welpen). Welchen Eindruck machen die Welpen? Sind die Kleinen zu dünn oder evtl. durch Würmer aufgebläht? Liegen sie apathisch in der Ecke oder zeigen ein ungewöhnliches Verhalten? Ist das Fell dreckig und stumpf? Fiepen die Kleinen oder geben sie sogar keinen Laut von sich? Steht frei verfügbares Wasser in der Nähe? Ein seriöser Züchter wird Ihnen Ihre Fragen gerne beantworten.
  4. Kaufen Sie nicht, wenn der Züchter nicht wissen möchte, in welche familiären und häuslichen Verhältnisse der Welpe kommt und sich nicht nach dem Grund für Ihr Interesse an seinen Hunden erkundigt, denn keinem seriösen Züchter ist es egal, wo seine Welpen hinkommen. Werden keine Fragen gestellt, geht es nur ums Geldverdienen.
  5. Spielen Sie ruhig mit den Welpen, nach Rücksprache mit dem Züchter. Aber: bitte nicht ungefragt die Welpen auf den Arm nehmen. Erstens könnte die Mutterhündin etwas dagegen haben, zweitens ist die Verletzungsgefahr für die Welpen groß (Sturz, Nabelbruch etc.). Negative Erfahrungen mit fremden Menschen in der frühen Prägephase können sich nachteilig auf die weitere soziale Entwicklung des Welpen auswirken. Bitte auch keine sog. „Verhaltenstests“ ohne Rücksprache mit den Züchtern starten (z. B. Schlüsselbund werfen, Schüsseln umtreten, Gegenstände in Richtung der Welpen fallen lassen usw.)!!! Dies kann im Schlimmsten Fall für Sie dazu führen, dass die Welpenbesichtigung schneller beendet ist, als gewünscht.
  6. Fragen Sie den Züchter wie die Geburt war, ob normal oder ein Kaiserschnitt. Fragen Sie auch, wie die Welpen sich in der Zeit entwickelt haben. Vielleicht gibt es auch Fotos oder Videos, die begleitend gemacht wurden.
  7. Kaufen Sie nicht, wenn der Züchter Ihnen nicht die Mutterhündin zeigen kann, denn kein Züchter wird die Mutterhündin im Normalfall von den Welpen trennen.  
  8. Kaufen Sie nicht, wenn der Züchter Ihnen nicht die Ahnentafel und Zuchtzulassung der Hündin zeigen kann, sowie bei der Übergabe des Welpen den Wurfabnahmebericht. Lassen Sie sich ggf. die Ahnentafel erklären.Zum Zeitpunkt der Abgabe müssen die Welpen gechippt, geimpft und beim Zuchtverband gemeldet sein. Kaufen Sie auch nicht, wenn der Züchter Ihnen keinen Kaufvertrag vorlegen kann, denn nur so können Missverständnisse ausgeschlossen werden. Lesen Sie den Kaufvertrag in aller Ruhe durch, so kann späterer Streit vermieden werden. Im Kaufvertrag sind mindestens die Vertragspartner mit ihren Adressen, der Kaufgegenstand und der Preis enthalten. Ein seriöser Züchter wird kein Problem damit haben, Ihnen einen Mustervertrag auf Nachfrage zukommen zu lassen.
  9. Ein Züchter sollte in der Lage sein, die Elterntiere nach bestem Wissen und Gewissen in Bezug auf Gesundheit und Leistungsvermögen auszuwählen. Aber werden Sie misstrauisch, wenn der Züchter mit unbelegbaren Versprechungen für seine Welpen wirbt (z. B. bes. Leistungsmerkmale, Garantien auf zuchtrelevante Gesundheitsergebnisse). Bedenken Sie: Punkte und Titel vererben sich nicht!
  10. Kaufen Sie nicht, wenn der gleiche Züchter laufend in Tageszeitungen oder Hundezeitschriften inseriert, und das ganze Jahr über Welpen, oder mehr als zwei Hunderassen anzubieten hat. Denn dann handelt es sich wahrscheinlich nicht um einen Züchter, sondern um einen Vermehrer oder Händler, was größtes Tierleid zur Folge hat. Kaufen Sie auch nicht, wenn Ihnen Welpen auf Parkplätzen, Märkten, dreckigen Höfen, aus dem Bus, Kofferraum, Pappkarton oder Drahtkäfig heraus angeboten werden! Dies ist ein Indiz für unseriösen Welpenhandel. Vorsicht auch bei Angeboten im Internet. Für einen Rassehund von anerkannten Züchtern zahlt man ab 600 Euro und mehr. Alles was deutlich darunter liegt, ist nicht marktüblich und daher unseriös. Der Preis ist aber nur bedingt ein Hinweis auf einen Hundehändler.   
Logo Zwinger von Zollverein
... in Bearbeitung.
... in Bearbeitung.